Trumps Domains: Verraten die Registrierungen zukünftige Projekte?

Kaum ein Präsident hat so viel Wirbel in der Domain-Industrie verursacht wie Donald Trump.

 

Im Laufe des vergangenen Jahres war der Begriff "Trump" der beliebteste Begriff bei .com Neuregistrierungen (Platz 2 bei .net Domains), laut Verisigns Jahresabschlussbericht für 2016.

 

Und nur ein Jahr später sorgt Präsident Trump erneut für Unruhe in der Domainbranche, als er twittert: "Despite the constant negative press covfefe". Kurz nachdem der bizarre Tweet gepostet war, wurden wildeste Domain-Varianten um den verwirrenden Begriff “covfefe“ registriert.

 

Darunter covfefe.de, covfefe.country, covfefe.pink, covfefe.review oder covfefe.vision. Auch Tippfehler-Varianten wie cofveve.com und cofveve.de waren schnell belegt. Man fragt sich, was die Besitzer dieser Adressen im Sinn haben. Einige versuchen ihr Glück und haben sie zum Verkauf gelistet. Doch es bleibt natürlich fraglich ob es überhaupt Interessenten für solche Domains gibt.
 

Dass der Begriff „Trump“ so häufig in Domains vorkommt, liegt daran, dass die Trump-Organisation ein umfangreiches Domain-Portfolio um sowohl den Geschäftsmann, den TV-Promi als auch die polarisierende politische Figur aufgebaut hat.


Laut einem Bericht von Politico, einem beliebten US Online-Magazin für politische Kultur, hat die Organisation Hunderte Domain-Namen erneuert, zurückgefordert und neu hinzuregistriert. Der Bericht versucht anhand des Portfolios aufzuschlüsseln, ob die Namen im Portfolio aus rein defensiven Gründen registriert wurden oder ob mit diesen Domains konkrete Geschäftspläne umgesetzt werden sollen.

 

Zu einem konkreten Ergebnis kommt es nicht, am Ende bleiben Spekulationen. Allerdings ist eines sicher: Die Organisation hat eine sehr gründliche Domain-Strategie und hat sämtliche Varianten gesichert, von playwithdonald.com bis hin zu trumpvodkasucks.com.

 

Eine detaillierte Ansicht des Portfolios finden Sie direkt bei Politico.