.bio, .koeln, .shop, .adac oder .berlin:

Warum es lohnt, sich frühzeitig über die neuen Internetendungen zu informieren.  Stärken von generischen, lokalen, regionalen und markenspezifischen Webadressen.
 

Köln, 27. November 2013 – Wenn im Frühjahr 2014 schrittweise die ersten neuen Top Level Domains (TLDs) eingeführt werden, wird dies zu einem deutlich veränderten Surf- und Suchverhalten der Internetuser führen. Konnte man bisher davon ausgehen, dass die gesuchte Webseite in neun von zehn Fällen mit .de, .com, .info oder .org endete, so wird der Endverbraucher im Laufe der nächsten Monate aus mehreren hundert neuen Endungen wählen können. Gerade für lokale, klein- und mittelständische Unternehmen aber auch Firmen aus bestimmten Branchen oder Regionen eröffnen sich mit Endungen wie .saarland, .koeln, .shoes, .club oder .shop vielfältige Möglichkeiten, das eigene Angebot deutlich prägnanter und zielgruppenspezifischer im Web zu positionieren. Wer bisher mangels zur Verfügung stehender Alternativen auf eher zweit- oder drittklassige Internetadressen zurückgreifen musste, erhält mit den neuen TLDs nun die Chance auf eine passende und hochwertige Domain. Die neuen Webendungen lassen sich in drei Kategorien unterteilen: geografische TLDs, generische TLDs und markenspezifische TLDs.


Neben den sogenannten „Country Code Top Level Domains“ (ccTLDs ), zu denen länderspezifische Endungen wie .de, .ch oder .us gehören, kommen nun neue geografische Webadressen auf den Markt. Mit der Freigabe von über 100 dieser Endungen wird die Auswahl nicht nur vielfältiger sondern auch deutlich spezifischer. Erstmals können Städtenamen oder Regionen wie .koeln, .hamburg, .berlin, .bayern, .saar oder .ruhr als Kürzel genutzt werden. Gerade lokale Unternehmen, Dienstleistungen, Angebote oder auch Vereine werden von dieser Neuerung erheblich profitieren. Konnte ein lokaler Bezug in der Vergangenheit nur durch die Ergänzung des Ortes innerhalb der Webadresse hergestellt werden, bieten die neuen Endungen die Möglichkeit deutlich kürzere und leichter zu merkende Webadressen zu generieren. Allein für die Tourismusbranche eröffnen sich zahlreiche Chancen für die Vermarktung ihrer Angebote im Internet, wie z.B urlaub.saarland, ferienwohnung.berlin, restaurant.koeln oder hotel.bayern. Des Weiteren können durch die zahlreichen lokalen TLDs die verschiedenen Firmensitze eines Unternehmens hervorgehoben werden, z.B. firma.wien, firma.berlin usw. Gleiches gilt für regionale Großereignisse oder Events wie z.B. die Internationale Gartenausstellung 2017 in Berlin. Im Gegensatz zur Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg, die unter igs-hamburg.de zu finden war, könnten die Berliner ihre Ausstellung unter iga.berlin registrieren.

Tobias Flaitz, CEO der Sedo GmbH, sowie zahlreiche Entscheider aus der Domainbranche sehen gerade in den geographischen TLDs ein sehr großes Vermarktungspotential. Schon nach kurzer Zeit werden sie aufgrund ihres regionalen und lokalen Bezugs einen sehr schnellen Bekanntheitszuwachs verzeichnen. Viele Adressen werden rasch schon nach kurzer Zeit auf Augenhöhe mit den jetzigen TLDs stehen. Wer sich für eine solche Adresse interessiert, sollte sich daher zeitnah mit der Domainhandelsplattform Sedo oder einem Registrar wie 1&1 oder United Domains in Verbindung setzen, um seine Wunschdomain kostenlos und unverbindlich vorreservieren zu lassen. Wann die neuen Adressen tatsächlich verfügbar sind, ist noch offen. Voraussichtlich werden .wien und .berlin die ersten Endungen sein, die Anfang 2014 an den Start gehen.


Mit .books, .bio und .ski die richtige Zielgruppe ansprechen
Bei den sogenannten generischen Domains (gTLDs), geht es um Web-Endungen die Gattungsbegriffe wie z.B. .auto. .shop, .golf oder .ski enthalten. Die URL besteht also nicht aus einem Länder-, Städte- oder Markenabsender, sondern zielt in der Regel auf die Inhalte der betreffenden Branche oder Dienstleistung und dem damit zusammenhängenden Angebot ab. Ähnlich wie die geographischen Endungen versprechen generische TLDs, wie z.B. langlauf.ski oder gebrauchtwagen.auto, eine ebenso hohe Nachfrage. Das liegt darin begründet, dass sie einprägsam und selbsterklärend sind und meist große Chancen auf zufälliges Type-in (Eintippen eines Suchbegriffes in die Betreffzeile des Browsers) besitzen.

Ein weiterer Vorteil dieser Endungen: Unternehmen ohne eigene TLD können ihre Marken, Produkte und Services als Domains unter relevanten, generischen Web-Endungen positionieren. Mit der Endung „.camera“ bekommen beispielsweise Hersteller die Möglichkeit, ihre Produkte plakativ und einprägsam anzubieten, wie z.B. nikon.camera, sony.camera oder rollei.camera. Generische Endungen, die kurz und knapp das eigene Produkt umschreiben oder eine eigene Plattform für die jeweiligen Angebote bieten, unterstützen dabei, ein besseres Verständnis am Markt beziehungsweise bei den Zielgruppen zu erreichen.

Die dritte Kategorie der neuen TLDs ist für Unternehmen bestimmt, die ihre eigene Marke als TLD registrieren möchten wie z.B. Canon für „.canon“, Google für „.youtube“, Philips für „.philips“ oder der ADAC für „.adac“. Sie alle haben sich für einen eigene Kennung entschieden, um beispielsweise Konsumenten hauseigene Produkte und Services in einer Art „geschütztem Raum“ konkurrenzfrei abbilden und anbieten zu können. Darüber hinaus bietet eine eigene TLD viele Möglichkeiten die Zielgruppen gezielter navigieren zu lassen, z.B. in Form von „printer.canon“, „camera.canon“ und „support.canon“. Ein anderes Beispiel wäre „autotest.adac“, „schutzbrief.adac“ oder „mitgliedschaft.adac“. Die neuen Endungen tragen so zu einer deutlichen Steigerung der Imagewerte und der Brand Awareness bei. Ferner ermöglichen sie eine klarere Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb. Die eigene TLD kennzeichnet zudem eindeutig den Anbieter selbst, oder seine zertifizierten Partner und transportiert auf diese Weise einen Qualitäts- und Sicherheitsanspruch.
 

Aus den zuvor erwähnten Möglichkeiten ergeben sich zahlreiche, unterschiedlich starke Einflüsse auf Unternehmen und Marken, die von der Einführung der neuen TLDs ausgehen. Daher sollte sich jedes Unternehmen ein passendes und klares Konzept oder Domainstrategie überlegen, wie es die neue und vielfältige Auswahl an Endungen positiv für sich und die eigene Marke nutzen kann. Wer schnell reagiert, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern. Denn laut einer Studie der Sedo GmbH von April diesen Jahres, wissen 63 Prozent der Besitzer von kleinen und mittleren Unternehmen noch nicht, dass es neue TLDs geben wird.