\"Auf der Suche nach der goldenen Domain\"

Wie man gute generische Domains, die gelöscht wurden und wieder verfügbar sind, finden kann, haben wir in der Oktober-Ausgabe unseres Newsletters erläutert.
Aktuelle Listen mit wieder frei gewordenen Domains liefern unter anderem domainname.at, deleteddomains.com, domainsbot.com. Wie kann ich jedoch im Vorfeld herausfinden, ob diese Domains beim Parking hohe Einnahmen bringen? Oder für Suchmaschinenoptimierung geeignet sind?


Dies gilt natürlich auch für alle Domaininteressierte, die bei Sedo auf der Suche nach guten Domains sind, um die eigenen Parkingeinnahmen zu erhöhen. Einen Unterschied macht sicherlich auch aus, ob man auf der Suche nach Kunstbegriffen oder nach generischen Begriffen ist.

Im Vorfeld einer Registrierung macht es Sinn, sich mit Begriffen wie PageRank, Link Popularity, Klickpreise, Overture usw. auseinanderzusetzen - je intensiver man sich mit dem Thema "Traffic" beschäftigt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, sich wirklich "wertvolle" Domains registrieren zu können. Interessant ist dies nicht nur für Domaininteressierte, die die richtige, frei gewordenen Domain registrieren wollen, sondern auch für diejenigen, die in der Sedo-Datenbank nach Domains suchen.



Wie man vor einem Kauf oder einer Registrierung die Qualität von Domains überprüfen kann, erfahren Sie hier!



Link Popularity:


Eigentlich benennt die "Link Popularity" die Zahl externer Links, die auf ein Webdokument verweisen und ist damit ein Maß für die Bedeutung bzw. die Gewichtung eines Webdokuments. Je mehr Links miteinander verknüpft sind, desto besser ist die Link Popularity und desto "wertvoller" die Domain.

Wer die Anzahl von Verweis-Seiten auf eine Domain herausfinden möchte, muss diese nur aufrufen und in der zuvor installierten Google Toolbar unter dem Punkt "Informationen" auf "Verweisseiten" klicken.



PageRank:


Bei wieder frei gewordenen Domains ist ein PageRank-Check sinnvoll:

Der PageRank ist ein von Google entwickelter Maßstab von 1 bis 10, der nicht die Relevanz einer Domain/Seite anzeigt, sondern die Link Popularity-Gewichtung. Im Prinzip "bewertet" der PageRank die Link Popularity. Je höher die Link Popularity, also je mehr externe Links auf die Webseite verweisen, desto gewichtiger die Webseite. Weisen diese externen Links selbst eine hohe Link Popularity auf, schlägt sich dies natürlich positiv im PageRank der Webseite nieder.

So gibt es durchaus wieder freigewordene Domains, die früher mal mit einem Projekt belegt waren und daher ein bestimmtes Maß an Traffic immer noch vorherrscht.

Sollte die gelöschte Domain sogar noch in einem Katalogverzeichnis (z.B. dmoz, Yahoo, web.de, dino-online) zu finden sein, kann man davon ausgehen, dass es immer noch Besucherströme auf die Seite geben wird.

Der Pagerank bewertet Seiten auf einer Skala von 1 bis 10. Um den Pagerank von diversen Webseiten direkt beim Aufruf sehen zu können, empfielt es sich, z. B. die Google-Toolbar zu installieren (oder auch die Toolbar von Alexa):

In der Toolbar wird der PageRank von allen aufgerufenen Seiten angezeigt. Ein Pagerank von 0 muss aber natürlich noch lange nicht bedeuten, dass es sich um eine qualitativ schlechte Domain handelt.

Auch andere Suchmaschinen bieten diesen Service, wie z. B. der "web rank" von Yahoo.

Wen es interessiert, ob auf der Domain früher Inhalte gepostet wurden, erfährt dies durch die Waybackmachine von archive.org: Dieses Tool zeigt alle Inhalte, die je auf der Seite dargestellt waren.



Overture Suggestion Tool:


Bei der Wahl des richtigen generischen Domainnamens kann man folgendermaßen vorgehen:

Je spezifizierter der Begriff, desto besser ist der Domainname für Suchmaschinen geeignet. Ein gutes Beispiel dafür bildet der Domainname "anträge.info":

Ein guter, generischer Begriff, auch die TLD ist sinnvoll gewählt. Noch besser gewählt wäre der Domainname, wenn man ihn spezifiziert hätte.

Handelt es sich um Anträge für das Finanzamt oder um Heiratsanträge?

Um herauszufinden, nach welchen Anträgen User genau suchen, lohnt es sich, mittels des Suggestion Tool von Overture nachzuforschen. Dieses Tool listet alle User-Suchanfragen eines letzten Monats auf. Unser Test hat ergeben, dass der Begriff "anträge" 434 Suchergebnisse liefert, der Begriff "heiratsanträge" knapp zweitausend Suchanfragen.

Anders beim Begriff "Uhren": hier bekommt man die meisten Suchanfragen durch den Begriff "Uhren" und nicht durch die Spezifizierung "Digitaluhr". Man sieht also, dass ein Suchanfragentest wirklich Sinn macht.

Es kommt also nicht nur darauf an, welche Suchergebnisse der generische Domainname liefert, sondern auch, wieviele. Je mehr Suchergebnisse desto besser. Wird für einen generischen Begriff keine einzige Suchanfrage gelistet, kann man die Finger davon lassen. Dies bezieht sich wie schon am Anfang erwähnt nur auf generische Domains.

Doch gibt es auch bei diesen bestimmte Ausnahmen, wenn auch sehr selten: Die Domain "verlustzuweisungen.de" konnte für 950 EUR verkauft werden, obwohl es bei Overture keine Suchanfragen für den Begriff gab.

Ausnahmen bilden sicherlich auch Kunstnamen: diese können eine hervorragende Silbenstruktur aufweisen, was sich im allgemeinen positiv auf den Wert einer Domain auswirkt, aber Null Suchanfragen haben.



Klickpreis:


Wer durch seine Domains z.B. mit dem Parking-Programm von Sedo Geld verdienen möchte, kann sich vorher kundig machen, welchen Klickpreis die Domainnamen erzielen:

Dies erfährt man bei espotting. Einfach den Begriff in das Suchfeld eingeben und so den Klickpreis erfahren. Je höher der Klickpreis desto besser die Wahrscheinlichkeit, mit Parking hohe Einnahmen zu erzielen.

Gleichzeitig bedeutet aber ein niedriger Klickpreis nicht unbedingt geringe Einnahmen. Er deutet lediglich darauf hin, dass dieser Besucher dem Werber nicht sonderlich "viel Geld wert ist", d.h. ein mehr oder weniger "unqualitativer" Besucher ist.

Ein Beispiel verdeutlicht dies:

An einem Besucher, der nach kostenlosen Inhalten sucht, kann der Werber nicht viel verdienen - dementsprechend investiert er nicht viel Geld in ihn. Ist ein User auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung, eröffnet sich dem Werber die Möglichkeit, diesen User als Kunden zu gewinnen und an ihm zu verdienen- dementsprechend höher ist die Bereitschaft des Werbers, zu investieren.

Je höher der Klickpreis für ein Keyword, desto höher auch der Preis einer Domain für "Keyword"-TLDs (wie z. B: "zins.de").

Ein niedriger Klickpreis kann zwar weniger Geld bedeuten, kann aber oft mehr Besucher aufweisen als eine Domain mit hohem Klickpreis. Optimal ist daher immer die richtige Kombination aus Klickpreis und Besucherzahl/Suchanfragen.



Verfügbarkeit von TLDs:


Grundsätzlich sollte immer recherchiert werden, inwieweit der Domainname in anderen Top Level Domains noch verfügbar ist.

Ist er bei anderen TLDs noch nicht registriert, handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine wertvolle Domain. Auf einen Blick erhält man diese Informationen bei United Domains:

Gibt man den Begriff "Auto" ein, sieht man auf den ersten Blick, dass es fast keine freien Domainnamen mehr gibt. Wichtig ist natürlich auch, ob bei den schon registrierten Domains eine Nutzung stattfindet, oder ob diese z.B. alle bei Sedo zum Verkauf stehen. Sind die meisten der anderen registrierten Domains bereits entwickelt, steigert das natürlich den Wert der Domain. Bei diesen begehrten Domainnamen kann es auch durchaus sinnvoll sein, den Begriff mit einer "exotischen" TLD zu registrieren.



Thesaurus:


Man sollte nicht außer Acht lassen, dass es für einen generischen Begriff meist viele Synonyme gibt. Ist der Domainname "Auto" in allen TLDs schon belegt, sollte man überlegen, welche Begriffe ebenfalls ein Auto bezeichnen. Hilfe bietet hier ein Online-Thesaurus, der einem auf der Suche nach dem goldenen Domain-Namen sicherlich behilflich sein wird!

Sehr inspirierend ist dies auch für diejenigen, die den Thesaurus in Kombination mit dem Suggestion Tool von Overture nutzen. Es kommt nicht unbedingt darauf an, sich bei der Suche auf irgendwelche „besonderen“, speziell wertvolle Begriffe zu versteifen:

Man könnte mit einem x-beliebigem Begriff beginnen und sich dann durch den Thesaurus, die Overture-Suchanfragen und Espotting durcharbeiten, bis man gute Begriffe gefunden hat.

Einige Suchanfragen reichen schon völlig aus, es sollten Werber für exakt (!) das Keyword bei Google zu finden sein - sollte der Klickpreis auch noch akzeptabel sein, heißt es- registrieren, marsch marsch!